Die Farbe ist eines der Kriterien zur Bestimmung der Seltenheit eines Diamanten, und es gibt zahlreiche Farbvariationen. Diese Farbtöne entstehen durch die Einschlüsse im Stein. Diamanten, die in Juweliergeschäften verkauft werden, sind in der Regel transparent. Bei genauer Betrachtung bestimmter Exemplare kann jedoch eine leichte gelbliche Pigmentierung sichtbar sein. In diesem Fall hängt die Farbe des Diamanten vom Grad der weißen Pigmentierung ab.
Welche verschiedenen Farbvarianten gibt es bei Diamanten?
Weiße Diamanten sind die am häufigsten verkaufte Diamantart. Das bedeutet, dass sie alles andere als selten sind. Ein Diamant gilt als extrem selten, wenn er natürliche Farbtöne wie Rosa, Rot oder Grün aufweist. Vielleicht erfahren Sie sogar, dass es schwarze Diamanten gibt. Der Stein besteht ausschließlich aus Kohlenstoffatomen. Er entsteht durch einen Kristallisationsprozess, der mit dem enormen Druck in der Erdkruste zusammenhängt. Lichtwellen werden von einem weißen Diamanten nicht absorbiert. Das Auge reflektiert das Licht, daher sein kristallines Aussehen.
Während der Kristallisationsphase lagern sich weitere Atome an den Kohlenstoff an. Diese Elemente gelangen in das Graphit. In gelben Diamanten haben Stickstoffatome einige Kohlenstoffatome ersetzt. Die Beimischung von Bor führt zu blauen Diamanten. Die Bestrahlung mit Uran färbt den Edelstein grün. Der Kontakt mit Wasserstoff erzeugt violette Farbtöne.
Rote und orangefarbene Diamanten entstehen durch mangelnde Transparenz während ihrer Entstehung. Der Stein bildet sich vor seinem Aufstieg in den Erdmantel, wo er Kompression erfährt. Dadurch werden die Lamellenstrukturen verformt, und es treten Einschlüsse auf.
Wofür werden Diamanten je nach ihrer Farbe verwendet?
Diamanten werden aufgrund ihrer Härte in der Schmuckherstellung verwendet. Sie dienen auch zur Herstellung von Schneidwerkzeugen. Seltene Varietäten werden für die Fertigung von Schmuck wie Halsketten und Ohrringen eingesetzt.
Die Uhrmacher wiederum nutzen ihr Können für ihre Zeitmesser. Bei der Herstellung von Luxusuhren kommt die Edelsteinfassungstechnik zum Einsatz. Diese Montageart wird in der Schmuckindustrie verwendet. Vereinfacht gesagt: Die Metalloberflächen der Uhr nehmen die Diamanten auf.
Die größte Herausforderung besteht darin, Bohren oder Kleben zu vermeiden. Ein Teil des Metalls wird gebogen, um eine Art Verbindung herzustellen. Die Fassungsmethoden sind vielfältig. Die Wahl hängt von der Größe der Edelsteine und dem gewünschten Effekt ab. Zu den Möglichkeiten, die einem Juwelier zur Verfügung stehen, zählen beispielsweise Kanal- oder Körnungsfassungen.
Wie klassifizieren wir Diamantfarben?
Weiße Diamanten werden oft als farblos beschrieben. Aufgrund der Seltenheit anderer farbiger Diamanten sind weiße Diamanten sehr begehrt. Allerdings variieren die Preise je nach Reinheitsgrad. Wie bereits erwähnt, weisen manche Diamanten einen Gelbstich auf. Um diese Unterschiede hervorzuheben, gibt es das GIA-Graduierungssystem. Das GIA ist die Organisation, die dieses System entwickelt hat. Die Graduierung reicht von D bis Z. Ein Gelbstich gilt als leicht, solange der Diamant nicht über F hinausgeht. D steht für den reinsten weißen Diamanten. Bei Graden nahe Z ist oft ein deutlicher Gelbstich zu erkennen. Hier kommt der Begriff „Fancy Color“ ins Spiel. Fancy Color kann von hell bis intensiv, von leuchtend bis dunkel variieren.
Welchen Wert haben Diamanten?
Der weiße Diamant der Qualitätsstufe D war früher als Jager bekannt. Die Qualitätsstufe E hieß früher River. Der Unterschied zwischen ihr und der Qualitätsstufe D ist kaum erkennbar. Auch sie ist farblos und kann daher täuschen. Beim Kauf eines wertvollen Diamanten empfiehlt es sich, eine dieser Qualitätsstufen zu wählen. Fachleute verwenden ein Referenzmuster, um die beiden Diamantenarten (D und E) zu unterscheiden. Der Unterschied ist minimal.
Die Güteklasse G wird als „extra weiß+“ bezeichnet. Ab dieser Güteklasse vermischt sich das Weiß allmählich mit einer leichten gelblichen Pigmentierung. Diese ist jedoch mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Alle drei Güteklassen sind sehr begehrt und daher entsprechend teuer.
Aber Vorsicht: Die Preise für farbige Diamanten sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Es gibt rosa und rote Diamanten. Diese beiden sind preislich mit blauen und grünen Diamanten vergleichbar. Graue Diamanten hingegen sind weniger gefragt, während braune Diamanten relativ günstig sind. Wichtig zu wissen ist auch, dass ein Diamant eine Mischung aus verschiedenen Farben sein kann, zum Beispiel orange-gelb.
Welche äußeren Faktoren beeinflussen die Farbe eines Diamanten?
Die Art des Steinschliffs kann sein ursprüngliches Aussehen verändern. Dabei sind zwei Szenarien möglich: Entweder wird die Farbe hervorgehoben oder sie wird abgeschwächt. Besonders die Fassung beeinflusst das Erscheinungsbild. Eine Fassung aus Gelbgold verleiht dem Stein einen gelblichen Schimmer. Dies liegt an der Lichtreflexion auf den Ringschienen. Neben den Schliffmethoden spielt auch die Form eine Rolle für die Farbwirkung. Manche Formen reflektieren mehr Licht, wodurch die Farbe gedämpfter wirken kann. Zudem lassen sich Gelbtöne bei schwereren Steinen nur schwer hervorheben.


